| Kügler Mühle Altenbamberg |
| Über die Mühle Altenbamberg |
Chronik Die Mühle in Altenbamberg wurde schon im Jahre 1559 urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert stellte sie eine bedeutende Mahlmühle mit zwei unterschlächtigen Wasserrädern dar. 1822 kam Familie Brosius in den Besitz der Bannmühle. 1906 kaufte der aus einer Müllerfamilie stammende Karl Burckhardt seiner Tante die Mühle ab. Es wurden ein Mahlgang und ein Walzenstuhl aufgestellt, 1922 ein Mühlengebäude neu errichtet und Turbinen eingebaut. 1923 kam ein zweiter Walzenstuhl hinzu. Ab 1950 besaß die Mühle drei Mahlmaschinen mit pneumatischer Förderung. Im Mai 1967 brannte das gesamte Mühlengebäude ab. Es folgte ein Neubau mit moderner technischer Einrichtung. 1982 verkaufte die Familie Burckhardt die Mühle und Wasserkraftanlage an den aus einer Müllerfamilie in der Vorderpfalz kommenden und in Schlesien geborenen Müller und Mühlenbauern Ulrich Kügler. In der Altenbamberger Mühle ansässige Müllerfamilien: Valbricht (1559), Aumer (ca. 1725), Maurer (vor 1725), Witt (1782), Scipio (1822), Kitzel (vor 1822), Brosius (nach 1822), Burckhardt (ab 1906), Kügler (ab 1982). Heute Die Bannmühle ist heute die einzige an der Alsenz liegende Mühle, die noch in Betrieb ist. In der Vergangenheit waren es bis zu 27 Getreide- und Ölmühlen, die die Wasserkraft der Alsenz nutzten. Müllermeister Ulrich Kügler hat zwei Töchter, von denen keine die Mühle weiterführen wird. So ist in überschaubarem Zeitrahmen abzusehen, dass die letzte Mühle an der Alsenz ebenfalls ihren Betrieb einstellt. Einem jungen Müller oder einer jungen Müllerin mit einer vernünftigen Einstellung wäre zu guten Konditionen die Chance gegeben, sich selbstständig zu machen! Technik/ Produktion Die mittlerweile vollautomatische Durchlaufmühle wurde mit den Jahren und nach einem Brand im September 1991 immer weiter modernisiert. Mit elektronischer Überwachung durch Messsonden, Fühler und Nährungsschalter kann der Prozess sicher kontrolliert werden. Die Vermahlungskapazität liegt bei 15 t Weizen und 10 t Roggen in 24 Stunden. Es wird Weizen, Roggen sowie Dinkel vermahlen, das Getreide kommt aus dem Umkreis von ca. 40 km. Die Getreideannahme hat eine Kapazität von 18-20 t pro Stunde, hier wird das Getreide mit Sieben und Luft vorgereinigt und in die ca. 1800 t fassenden Silos und Lagerhallen eingelagert. Das Mehl wird mit eigenen LKWs in Säcken sowie in Tankwagen an die umliegenden Backbetriebe im Umkreis von ca. 50 km ausgeliefert. Der Warenaustausch findet also in begrenztem regionalem Rahmen statt. 1993 wurde ein Mühlenladen angeschlossen, in dem Kleinpackungen wie Mehl, Nudeln, Müslis und weitere Produkte an Kleinabnehmer verkauft werden. Die Wasserkraft ist ausgerüstet mit zwei Francisturbinen der Fa. Escher-Wys, sie haben ein Schluckvermögen von 550 und 110 Litern pro Sekunde. Bei einem Gefälle von ca. 2,6 m erbringen sie eine Leistung von maximal 23 kW pro Stunde. |